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"STARTKLAR!" für den Beruf

Thomas Rachel Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung überreicht Vertrag an BZE
„STARTKLAR!“ heißt das neue Zauberwort, um junge Menschen durch praxisbezogene Berufsorientierung fit für die Ausbildung zu machen. Die vertiefte Berufsorientierung umfasst Lerneinheiten in der Schule und an außerschulischen Lernorten. Das Modellprojekt beinhaltet eine systematische Stärkung der Lernkompetenz und damit der Ausbildungs- und Berufsreife von Jugendlichen in den Jahrgangsstufen 8, 9 und 10.
„STARTKLAR!“ – Mit Praxis fit für die Ausbildung“ ist ein Angebot für Haupt- Gesamt- und Förderschulen in Nordrhein-Westfalen. Im Fokus stehen Schülerinnen und Schüler, die den direkten Übergang in eine Ausbildung anstreben und zusätzlicher Unterstützung bedürfen. Die besonderen Bedingungen von Schülerinnen und Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf finden dabei Berücksichtigung. „Startklar“ gliedert sich in drei Phasen, in denen didaktisch konsequent aufeinander aufbauende Elemente praxis- und handlungsorientierten Lernens umgesetzt werden. „Mit diesem Programm ist es gelungen, zahlreiche Akteure auf dem Gebiet der Berufsorientierung in Nordrhein-Westfalen zusammen zu bringen. Wir ziehen an einem Strang, um den Übergang in den Beruf so reibungslos wie möglich zu gestalten. Wir helfen unseren Schülerinnen und Schülern, praxisorientiert zu lernen, damit sie erfolgreich eine Ausbildung beginnen können“, erklärte Schulministerin Barbara Sommer aus diesem Anlass.
„Eine passgenaue Berufswahl und eine verbesserte Ausbildungsreife sind unsere Ziele. Da die teilnehmenden Jugendlichen sich im Laufe der drei Jahre rund 400 Stunden neben der Schule zusätzlich qualifizieren, werden sich auch die Berufschancen deutlich verbessern“, betonte Thomas Rachel. Damit können 200 Schülerinnen und Schüler in den Werkstätten des BZE in Berufe schnuppern. Das Bund-Länder-Programm „STARTKLAR!“ sieht für die erste Phase in der achten Klasse ein Volumen von knapp 5 Millionen Euro bis Ende 2010 vor. Damit werden insgesamt 8000 Schülerinnen und Schüler an knapp 200 Haupt-, Förder- und Gesamtschulen gefördert. „Von ‚STARTKLAR!’ profitieren Jugendliche, um zielsicher einen Hauptschulabschluss und bessere Chancen auf eine Lehrstelle zu erwerben. In verschiedenen Phasen kommen die Jugendlichen dem einen Ziel nahe: wissen, was ihnen liegt und in den Ausbildungsmarkt einsteigen. Von zweiwöchigen Werkstattaufenthalten ab der achten Klasse über Förderung der Persönlichkeitsentwicklung bis hin zum Langzeitpraktikum in Unternehmen in der zehnten Klasse werden die Jugendlichen systematisch begleitet. Projekte wie ‚STARTKLAR!’ kommen nicht allein den Jugendlichen zu Gute, sondern letztlich auch der Wirtschaft und der Gesellschaft“, so Roswitha Stock, Vorsitzende der Geschäftsführung der Arbeitsagentur in Brühl.
Das Berufsbildungszentrum Euskirchen bietet für einen zwei Wochen umfassenden Zeitraum jungen Menschen eine Orientierung in mindestens drei Berufsfeldern an. Metallbau, Tischlerei, Kfz-Mechatronik, Anlagen-Mechanik sind nur ein kleiner Teil der durchaus attraktiven Berufsfelder im BZE. „Wir werden dieses Modell nutzen, um eine nachhaltige Struktur in der Euskirchener Region aufzubauen. Die interessierten Schülerinnen und Schüler sollen erste Erfahrungen sammeln, dass die Arbeitswelt spannend und vielfältig ist“, berichtet Gerd Pauls, Leiter des BZE. „Durch die Zusammenarbeit der Landesregierung mit der Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung ist mit ‚STARTKLAR!’ eine gemeinsame Maßnahme entstanden, die im Bundesgebiet einzigartig ist“, betonte Marion Großschopf von der Regionalagentur Aachen im Namen des nordrhein-westfälischen Arbeitsministeriums. Das Programm wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung, von den nordrhein-westfälischen Ministerien für Schule und Weiterbildung sowie für Arbeit, Gesundheit und Soziales und von der Regionaldirektion Nordrhein-Westfalen der Bundesagentur für Arbeit finanziert, wobei Mittel des Europäischen Sozialfonds zum Einsatz kommen. Umgesetzt wird das Bund-Länder-Programm von der Landes-Gewerbeförderungsstelle des nordrhein-westfälischen Handwerks e.V. und der Landesstiftung Partner für Schule NRW.
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